Das Helix ist das Piercing, das sich fast alle als erstes Knorpelpiercing stechen lassen, und das nicht ohne Grund. Es sieht allein schon schön aus, wird aber erst in einem Ear Stack voller Creolen, Stecker und kleiner Steinchen so richtig lebendig. Welche Arten es gibt, welcher Schmuck am schönsten aussieht und wie lange es dauert, bis du zu deinem Traumstück wechseln kannst: Das liest du hier, ganz ohne Schönfärberei.
Was ist ein Helix Piercing?
Ein Helix Piercing ist ein Piercing durch den Knorpel am oberen äußeren Rand deines Ohrs. Das Wort kommt vom griechischen helix, also Spirale, nach dem gebogenen Rand, den dein Ohr oben bildet. Anders als ein Loch im Ohrläppchen geht ein Helix durch Knorpel, und das macht das Stechen und die Heilung etwas anders.
Gerade weil an diesem Rand so viel Platz ist, kannst du mehrere nebeneinander stechen lassen und endlos mit Creolen, Steckern und kleinen Steinchen variieren. Daher kommt seine Beliebtheit.

Die Arten von Helix Piercings im Überblick
Helix ist ein Sammelbegriff. Wo genau am Rand das Piercing sitzt, bestimmt, wie es heißt. Das sind die Varianten, denen du am häufigsten begegnest.
Standard-Helix
Das klassische Helix sitzt hoch am äußeren Rand deines Ohrs. Das ist die Version, die die meisten meinen, wenn sie "ein Helix" sagen, und die Stelle, an der du am einfachsten startest.
Forward Helix
Das Forward Helix sitzt an der Vorderseite deines Ohrs, nah an deinem Gesicht, wo der Knorpel an die Schläfe anschließt. Es fällt dezenter auf als ein normales Helix und wird oft mit einem kleinen Stecker oder einer kleinen Creole getragen. Viele lassen sich zwei oder drei untereinander stechen, für einen kleinen Treppeneffekt.
Hidden Helix
Das Hidden Helix sitzt versteckt in der Falte oben an deinem Ohr, sodass du vor allem das Steinchen siehst und kaum den Schmuck drumherum. Eine schöne Wahl, wenn du es minimalistisch magst. Wir haben einen eigenen Artikel darüber geschrieben: Lies alles über das Hidden Helix Piercing.
Double und Triple Helix
Bei einem Double oder Triple Helix lässt du dir zwei oder drei Löcher direkt übereinander am Rand stechen. Schön zum Stacken, zum Beispiel mit einer Creole, einem Solitär und einem kleinen Stecker in einer Linie.
Flat Helix
Das Flat Helix sitzt auf dem flachen Knorpelstück etwas weiter innen, knapp unter dem oberen Rand. Durch diese flache Fläche kommt hier ein größeres Steinchen oder ein Blümchen wunderschön zur Geltung.
Mid und Low Helix
Mid und Low Helix sagen einfach etwas über die Höhe aus: mittig am Rand oder eher tiefer, Richtung Ohrläppchen. Praktisch zu wissen, wenn du deinen Stack von oben nach unten aufbauen willst.
Vertical und Anti-Helix
Das Vertical Helix verläuft vertikal durch den Rand statt quer hindurch. Das Anti-Helix sitzt an der Innenseite des Ohrs, gegenüber dem normalen Helix. Beide sind etwas weniger verbreitet, aber toll, wenn du etwas Besonderes suchst.

Welcher Schmuck passt in ein Helix Piercing?
Der Schmuck macht dein Helix aus. Am Rand trägst du grob drei Dinge: eine Creole, die sich verspielt um den Rand schließt, einen geraden Stecker mit Steinchen oder Motiv oder einen feinen kleinen Stecker, der dezent bleibt. Welchen du wählst, hängt vom gewünschten Look ab und davon, wie weit dein Piercing verheilt ist.
Hier kommt es beim Material wirklich auf Qualität an. Knorpel bewegt sich viel und heilt langsam, also willst du keine Vergoldung, die sich nach ein paar Monaten abnutzt. Massivgold verfärbt sich nicht, ist hautfreundlich und funkelt jahrelang. Die Helix Piercings von Eline Rosina sind aus 14k recyceltem Gold, mit Varianten als Creolen, Stecker und kleine Steinchen. Willst du extra Funkeln, schau bei den Diamant-Piercings vorbei. Und um dein ganzes Ohr in eine Linie zu bringen, findest du bei den 14k Massivgold Piercings und Huggies alles, um deinen Ear Stack zu vervollständigen.
Unsicher, wie du es mit deinen anderen Piercings kombinierst? In unserem Artikel über das Stylen von Tragus- und Helix Piercings findest du jede Menge Beispiele.
Welche Größe hat ein Helix Piercing?
Ein Helix wird meist mit einer Stabstärke von 1,2 mm gestochen. Die Länge des Schmucks ist bei einem frischen Piercing etwas großzügiger, oft um die 6 bis 8 mm, damit in den ersten Wochen Platz für leichte Schwellungen ist. Ist alles verheilt, kannst du auf einen kürzeren Stab umsteigen, der enger am Ohr anliegt. Lass die richtige Größe immer von deinem Piercer prüfen, denn jedes Ohr ist anders.
Ein Helix stechen lassen und danach upgraden
Lass ein Helix immer mit einer Nadel von einem professionellen Piercer stechen, niemals mit einer Pistole schießen. Eine Nadel macht eine saubere Öffnung im Knorpel, während eine Ohrlochpistole das Gewebe beschädigt. Die meisten Piercer setzen zuerst einen neutralen Erststecker ein, weil ein frisches Knorpelpiercing Ruhe zum Heilen braucht. Der schönste Moment kommt danach: Sobald dein Helix verheilt ist, wechselst du zu dem Schmuck, den du wirklich tragen willst. Das ist der Moment, auf Massivgold umzusteigen.
Was kostet ein Helix Piercing?
Die Kosten für ein Helix Piercing bestehen aus zwei Teilen: dem Stechen im Studio und dem Schmuck. Das Stechen kostet meist etwa 25 bis 50 Euro. Der eigentliche Unterschied liegt im Schmuck, und da lohnt es sich, über den Erststecker hinauszuschauen. Ein Titanstab ist günstig, aber das Stück, das du danach jahrelang trägst, darf schöner sein. Massives 14k recyceltes Gold verfärbt sich nicht und funkelt weiter, auch in Knorpel, der sich viel bewegt. So zahlst du einmal für ein Helix Piercing, das du so schnell nicht ersetzen musst.
Tut ein Helix Piercing weh?
Ehrlich: Du spürst es. Weil ein Helix durch Knorpel geht, ist der Stich schärfer und kürzer als bei einem Loch im weichen Ohrläppchen. Der heftige Moment ist in ein paar Sekunden vorbei. Danach kann sich dein Ohr ein paar Tage pochend oder empfindlich anfühlen, vor allem wenn du darauf liegst. Das gehört dazu und lässt von selbst nach.
Wie lange dauert die Heilung?
Rechne bei einem Helix mit einem längeren Atem als bei einem Ohrläppchenpiercing. Äußerlich fühlt es sich nach etwa 3 bis 6 Monaten verheilt an, aber Knorpel braucht Zeit und ist oft erst nach 6 bis 12 Monaten vollständig ausgeheilt. In dieser Zeit wechselst du den Schmuck noch nicht und pflegst weiterhin gut. Geduld ist hier wirklich deine beste Freundin. Mehr über Heilungszeiten pro Piercing wissen? Lies, wann ein Piercing verheilt ist.
Pflege und Nachsorge
Gute Nachsorge bestimmt zu einem großen Teil, ob dein Helix problemlos verheilt. Die Basis ist einfach:
- Reinige das Piercing ein- bis zweimal täglich mit einer sterilen Kochsalzlösung.
- Lass die Finger davon und dreh den Schmuck nicht.
- Halte Seife, Shampoo und Haarprodukte möglichst fern und spül gut nach.
- Schlaf in den ersten Monaten möglichst auf deinem anderen Ohr.
- Wechsle den Schmuck erst, wenn alles verheilt ist.
Eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung findest du in unserem Guide zum Reinigen eines Piercings und in der allgemeinen Piercing-Nachsorge.
Entzündetes Helix Piercing oder ein Knubbel?
Ein Helix, das rot, warm und schmerzhaft bleibt oder Flüssigkeit absondert, kann entzündet sein. Manchmal entsteht ein kleiner Knubbel neben dem Piercing, oft Granulationsgewebe (wildes Fleisch) durch Reibung oder Schmuck, der zu eng sitzt. Spül in beiden Fällen weiter mit Kochsalzlösung und fass es nicht an. Wird es schlimmer oder geht es nach ein paar Tagen nicht zurück, geh zu deinem Piercer oder Hausarzt. Zwing den Schmuck bei einer Entzündung nie selbst heraus.