Die erste Frage, bevor man sich zum Piercen setzt, ist für die meisten: „Wird das wehtun?“ Ehrlich gesagt: Ja, immer ein bisschen. Wie sehr, hängt aber fast ausschließlich davon ab, wo am Ohr man sich das Piercing stechen lässt. An einer Stelle spürt man nur einen kurzen Pieks, den man schnell wieder vergisst, während es sich an einer anderen Stelle wie ein fester Kneifen anfühlt, das einen Moment anhält. Im Folgenden erfährst du, welches Ohrpiercing am wenigsten und welches am meisten schmerzt und warum.
Die kurze Antwort: Die Ohrfeige tut am wenigsten weh.
Wenn du es so schonend wie möglich angehen möchtest, beginne mit deinem Ohrläppchen. Ein Ohrläppchenpiercing wird durch weiches Gewebe ohne Knorpel gestochen, sodass du nur einen kurzen Stich spürst und es dann im Grunde schon vorbei ist. Kein pochendes Gefühl, das tagelang anhält, kein Problem beim Schlafen. Nicht umsonst ist es das Piercing, mit dem fast jeder anfängt. Wenn du gleich eine schöne Reihe haben möchtest, schau dir gestapelte Ohrläppchenpiercings an : mehrere zarte Stecker übereinander im Ohrläppchen – immer noch die schmerzärmste Variante.
Warum ein Piercing mehr schmerzt als ein anderes
Der Unterschied liegt hauptsächlich im Gewebe. Dein Ohrläppchen ist weich, und die Nadel gleitet sanft hindurch. Weiter oben am Ohr befindet sich Knorpel, der fest und steif ist. Die Nadel muss hier mehr Kraft aufwenden, was sich als stechender Schmerz und stärkerer Druck anfühlt. Je dicker und stärker gefaltet der Knorpel ist, desto intensiver ist der Schmerz. Deshalb schmerzt ein Piercing in der Mitte des Ohrläppchens mehr als eines am äußeren Rand.
Zwei weitere Dinge sind entscheidend. Die Technik: Das Stechen mit einer sterilen Nadel ist sauberer und weniger schmerzhaft als mit einer Zange. Und der Piercer: Jemand mit Erfahrung führt die Nadel ruhig und korrekt beim ersten Mal ein, wodurch der gesamte Vorgang kürzer und erträglicher wird. Wenn du wissen möchtest, welche Stellen infrage kommen, lies dich zunächst über die verschiedenen Piercingarten ein .
Die Schmerzskala für Ohrpiercings, von leicht bis intensiv
Schmerzempfinden ist individuell, daher sollten Sie dies eher als Richtlinie denn als starre Regel betrachten. Manche Menschen mögen Helix-Piercings nicht, andere kneifen dabei die Augen zusammen. Dennoch gibt es eine relativ feste Reihenfolge, auf die sich die meisten Piercer einigen:
- Ohrläppchen. Weiches Gewebe, ein kurzer Piks, fertig. Das schmerzloseste Piercing überhaupt. Sieht wunderschön aus, ob als einzelner Stecker oder als Kombination mit mehreren Ohrsteckern .
- Helix. Der erste Knorpel, hoch am äußeren Rand. Ein kurzer, stechender Stich, gut auszuhalten. Sieh dir die Helix-Piercings an oder lies alles über das Helix-Piercing .
- Forward Helix. Ähnlich wie das normale Helix-Piercing, aber näher am Gesicht, weshalb manche den Stich als etwas schärfer empfinden. Mehr dazu findest du in unserem Ratgeber zum Forward Helix-Piercing .
- Tragus. Die kleine Erhebung vor dem Gehörgang. Harter Knorpel, der oft ein knackendes Geräusch verursacht, aber der Stich ist schnell wieder vorbei. Sieh dir Tragus -Piercings an oder lies mehr darüber .
- Conch-Piercing. In der Mitte des Ohrläppchens, wo der Knorpel dicker ist. Übt mehr Druck aus und fühlt sich fester an als ein Helix-Piercing. Sieh dir Conch-Piercings oder den Unterschied zwischen innerem und äußerem Conch-Piercing an .
- Daith-Piercing. Die feste Falte im Ohr. Oft spürt man eher einen starken Druck als einen stechenden Schmerz, und für viele gehört es zu den intensiveren Piercings. Sieh dir die Daith-Piercings an oder lies alles darüber .
- Rook-Piercing. Der innerste Knorpelwulst, die dickste und steifste Stelle. Gilt für viele als das intensivste Ohrpiercing. Schau dir Rook-Piercings an oder lies alles über das Rook-Piercing .
Ein Industrial-Piercing, bei dem zwei Knorpellöcher mit einem einzigen Stab verbunden werden, fällt nicht in diese Liste, da man im Prinzip zwei Piercings gleichzeitig spürt. Daher ist es verständlich, dass es auf der Schmerzskala weit oben rangiert.
Welches Ohrloch schmerzt denn am meisten?
Rein vom Schmerzempfinden her betrachtet, liegen Rauch- und Daith-Piercings an der Spitze. Beide dringen durch eine dicke, gefaltete Knorpelschicht tief ins Ohr ein, was einfach mehr Kraftaufwand erfordert. Der intensive Moment ist kurz, höchstens ein paar Sekunden, aber man spürt ihn intensiver, und das Brennen kann danach länger anhalten. Wer sich von dieser Vorstellung abschrecken lässt, sollte besser mit den schwächeren Übungen beginnen und sich langsam steigern. Man muss nicht alles auf einmal machen.
Schmerz ist nicht nur dieser eine Schuss.
Was fast niemand bedenkt: Das Stechen selbst ist meist der einfachste Teil. Der Stich dauert nur wenige Sekunden, die Heilung hingegen Monate. Knorpelpiercings können manchmal wochenlang schmerzen, besonders wenn man versehentlich auf der Seite schläft oder mit der Haarbürste daran hängen bleibt. Ein Ohrläppchenpiercing ist oft schon nach wenigen Tagen beschwerdefrei, ein Conch- oder Rook-Piercing erfordert jedoch Geduld. Wie lange genau, erfahren Sie in unserem Artikel über die Heilungsdauer von Piercings .
So minimiert man die Schmerzen.
Sie haben mehr Einfluss auf Ihre Schmerzen, als Sie denken. Ein paar Dinge, die wirklich einen Unterschied machen:
- Gehen Sie zu einem erfahrenen Piercer, der mit einer sterilen Nadel arbeitet , nicht mit Piercingpistolen.
- Iss und trink vorher etwas, denn auf leeren Magen empfindet man alles intensiver und einem wird schneller schwindelig.
- Atmen Sie ruhig aus, sobald die Nadel eingestochen wird. Verspannte Schultern verschlimmern die Situation.
- Wählen Sie von Anfang an das richtige Material. 14-karätiges Massivgold ist hautfreundlich und verursacht während des Heilungsprozesses deutlich weniger Reizungen als eine Beschichtung, die sich ablöst.
- Halten Sie sich genau an die Pflegehinweise, denn ein Piercing, das langsam heilt, schmerzt viel kürzer als eines, das sich entzündet.
Genau deshalb ist die Wahl deines Schmucks so wichtig. Eline Rosinas Piercings bestehen aus recyceltem 14-karätigem Gold, damit dein Ohr während der Heilung so wenig wie möglich belastet wird. Entdecke die Piercings und Huggies aus massivem 14-karätigem Gold für dein komplettes Ohr-Set oder die Diamantpiercings für extra Glanz. Wie du dein Ohr nach dem Stechen sauber und gesund hältst, erfährst du in unserer Piercing-Pflegeanleitung .
Häufig gestellte Fragen zu Schmerzen beim Ohrpiercing
Welches Ohrloch schmerzt am wenigsten?
Das Ohrlochstechen ist am wenigsten schmerzhaft, da die Nadel durch weiches Gewebe statt durch festen Knorpel gestochen wird. Man spürt einen kurzen Stich, der nach einer Sekunde vorbei ist, und die Heilung verläuft problemlos. Wer es lieber etwas weicher mag und sich weiter oben am Ohr piercen lassen möchte, für den ist ein Helix-Piercing die schonendste Knorpeloption. Bei Eline Rosina finden Sie wunderschöne Ohrstecker aus 14-karätigem Gold für beide Piercingarten.
Welches Ohrloch schmerzt am meisten?
Das schmerzhafteste Ohrpiercing ist meist das Rook- oder Daith-Piercing, da die Nadel tief durch eine steife, doppelte Knorpelfalte ins Ohr gestochen werden muss. Dadurch entsteht mehr Druck und ein stechender Schmerz als beim Ohrläppchen- oder Helix-Piercing. Der Stich selbst ist kurz, aber der Knorpel kann noch tagelang danach pochen. Ein erfahrener Piercer ist hierbei entscheidend.
Tut ein Helix-Piercing weh?
Ein Helix-Piercing verursacht einen kurzen, stechenden Schmerz, da die Nadel durch den Knorpel am oberen Ohrrand gestochen wird. Dieser kurze Moment dauert nur wenige Sekunden. Danach kann das Ohr einige Tage lang empfindlich sein und pochen, besonders wenn man darauf liegt. Im Vergleich zu Conch-, Daith- und Rook-Piercings zählt das Helix-Piercing zu den weniger schmerzhaften Knorpelpiercings.
Tut ein Conch-Piercing weh?
Ein Conch-Piercing schmerzt mehr als ein Helix-Piercing, da die Nadel durch den dickeren Knorpel in der Mitte des Ohrläppchens gestochen wird. Du spürst einen festen Druck und einen kurzen, stechenden Schmerz im Moment des Stechens. Dieser intensive Moment ist schnell vorbei, aber rechne mit einer empfindlichen Heilungsphase von mehreren Monaten, in der die Stelle noch pochen kann.
Tut ein Daith-Piercing weh?
Ein Daith-Piercing ist recht schmerzhaft, da die Nadel durch die feste Knorpelfalte im Ohr gestochen wird. Viele empfinden dabei eher einen starken Druck als einen stechenden Schmerz. Der eigentliche Moment dauert nur wenige Sekunden und ist gut auszuhalten, die Stelle kann aber nach dem Stechen noch eine Weile empfindlich sein. Ein ruhiger und erfahrener Piercer ist hierbei sehr wichtig.
Tut ein Tragus-Piercing weh?
Ein Tragus-Piercing ist kurz und stechend, da das kleine Knorpelstück vor dem Gehörgang steif ist. Man hört oft ein Knacken und spürt einen Druck, aber der Stich ist nach einer Sekunde vorbei. Vom Empfinden her liegt das Tragus-Piercing irgendwo zwischen dem sanfteren Helix-Piercing und dem intensiveren Conch-Piercing. Die Heilung erfordert jedoch einige Monate Geduld.
Wie lange schmerzt das Stechen eines Ohrlochs?
Ein Ohrpiercing bleibt je nach Stelle normalerweise einige Tage bis zu einer Woche empfindlich. Ein Piercing im Lendenbereich beruhigt sich oft innerhalb weniger Tage, während Knorpelpiercings wie Helix, Conch oder Rook wochenlang schmerzen können, besonders wenn man darauf schläft. Die richtige Nachsorge mit einer sterilen Kochsalzlösung minimiert die Schmerzen und beugt Infektionen vor.
Ist das Stechen eines Ohrlochs oder eine Schussverletzung schmerzhafter?
Das Stechen mit einer Piercingpistole verursacht oft mehr Schmerzen und Gewebeschäden als das Stechen mit einer Nadel, auch wenn es schneller erscheint. Eine Piercingpistole presst das Loch durch das Gewebe, während eine sterile Nadel sauber schneidet und weniger Verletzungen verursacht. Außerdem ist das Stechen mit einer Nadel hygienischer und heilt langsamer, insbesondere bei Knorpel. Wählen Sie daher immer eine Nadel von einem erfahrenen Piercer.
Bereit, eine Wahl zu treffen?
Ob du dich für ein sanftes Ohrloch im Ohrläppchen entscheidest oder gleich ein Conch-Piercing wagst – das Beste kommt nach dem Stechen: die Auswahl des Schmucks. Entdecke die kompletten Piercings von Eline Rosina aus 14-karätigem Recyclinggold oder gestalte dein Ohr komplett mit Piercings und Huggies aus 14-karätigem Massivgold .