Ein Tragus-Piercing ist ein Loch im kleinen Knorpellappen direkt vor deinem Gehörgang, genau dort, wo dein Ohr in dein Gesicht übergeht. Es ist ein beliebtes, dezentes Piercing, in dem du meist einen flachen Stecker oder einen kleinen Ring trägst. Es heilt etwas langsamer als ein Ohrläppchen-Piercing, aber mit der richtigen Pflege hast du jahrelang Freude daran. Hier liest du, wie weh es tut, wie lange die Heilung dauert, wann du dir Sorgen machen solltest und welcher Schmuck am besten passt.
Was genau ist ein Tragus-Piercing?
Ein Tragus-Piercing ist ein Knorpel-Piercing im Ohr. Es sitzt im kleinen Knorpelstück an der Vorderseite des Ohrs, kurz vor deinem Gehörgang. Dadurch liegt das Tragus-Piercing an der Seite deines Gesichts an. Eine dezente, aber schöne Stelle für einen hübschen Stecker oder ein kleines Ringlein. Meist wird in diesem Piercing ein kleines Schmuckstück getragen.

Wie schraubt man ein Piercing auf?
Bei so vielen wunderschönen Piercings, die du im Tragus tragen kannst, solltest du wissen, wie du ein Piercing ganz einfach auf- und wieder zuschraubst. Beim Tragus-Piercing geht das so: Um das Piercing zu lösen, drehst du es (von oben gesehen) nach links. Willst du es wieder festdrehen, drehst du es nach rechts. Klappt es mit den Händen allein nicht? Dann kannst du die Rückseite auch mit einer kleinen Zange festhalten und die Vorderseite aufdrehen.
Wie reinigt man ein Tragus-Piercing?
Weil das Tragus-Piercing ein Knorpelpiercing ist, braucht es länger zum Heilen. Knorpelpiercings heilen nun mal langsamer als ein Piercing im Ohrläppchen. Das liegt daran, dass das Ohrläppchen besser durchblutet ist als der Knorpel. Damit die Heilung so reibungslos wie möglich verläuft, ist es wichtig, dein Piercing jeden Tag zu reinigen. Aber wie geht das am besten? Die erste Möglichkeit ist ein Kochsalzspray, mit dem du das Piercing vorne und hinten sauber sprühst. Merkst du, dass dein Tragus-Piercing damit trotzdem nicht gut heilt? Dann gibt es noch eine andere Möglichkeit: Reinige die Stelle rund um das Piercing vorsichtig mit einem Wattestäbchen und milder, parfümfreier Seife.

Ist ein Tragus-Piercing gefährlich?
Ein Tragus-Piercing ist nicht gefährlich, solange ein professioneller Piercer es mit sterilem Einwegmaterial sticht und du die Nachsorge gut befolgst. Es ist ein Knorpelpiercing, also anfälliger für Reizungen und Entzündungen als ein Ohrläppchen-Piercing, und es heilt langsamer. Ernsthafte Komplikationen sind selten und fast immer auf unhygienisches Stechen oder Anfassen mit schmutzigen Händen zurückzuführen.
Achte aber auf das Material: Billiges nickelhaltiges Metall löst viel schneller eine allergische Reaktion aus als hautfreundliches recyceltes 14k Gold. Unsicher wegen Rötung oder Eiter? Geh zu deinem Piercer oder Hausarzt.
Tragus-Piercing entzündet: Was solltest du tun?
Ein entzündetes Tragus-Piercing erkennst du an anhaltender Rötung, Wärme, Schwellung, pochendem Schmerz oder gelblichem Eiter. Wenn du rechtzeitig handelst, klingt eine leichte Reizung meist von selbst ab. Spüle zweimal täglich mit steriler Kochsalzlösung, fass es ansonsten so wenig wie möglich an und dreh nicht am Schmuck.
Nimm den Schmuck bei einer Entzündung nie selbst heraus, denn dann schließt sich das Loch und die Infektion wird eingeschlossen. Wird es nach ein paar Tagen immer schlimmer, geh zu deinem Hausarzt. Die komplette Pflegeroutine findest du in unserem Piercing-Aftercare-Guide.
Hilft ein Tragus-Piercing gegen Migräne oder Kopfschmerzen?
Es gibt keinen wissenschaftlichen Beweis, dass ein Tragus-Piercing Migräne oder Kopfschmerzen heilt. Die Idee stammt vom Daith-Piercing, das auf einem Akupunkturpunkt sitzen soll, aber auch dafür fehlen harte Beweise und es geht vor allem um einen Placeboeffekt. Ein Tragus-Piercing lässt du dir also am besten rein für die Optik stechen, nicht als medizinische Behandlung.
Hast du anhaltende Kopfschmerzen oder Migräne? Sprich darüber mit deinem Hausarzt, statt auf ein Piercing zu vertrauen. Willst du dein Ohrpiercing trotzdem nach Komfort auswählen? Dann schau dir unseren Schmerzvergleich der Ohrpiercings an.
Was kostet ein Tragus-Piercing und wo lässt du es stechen?
Ein Tragus-Piercing kostet beim professionellen Piercer in der Regel 30 bis 50 Euro, ohne Schmuck. Lass es immer mit einer Nadel stechen (nicht mit einer Piercingpistole, die ist zu grob für Knorpel), und zwar in einem Studio, das mit sterilem Einwegmaterial arbeitet und sich vorher deine Anatomie ansieht.
Den Schmuck kaufst du separat, und genau da liegt der Unterschied in Qualität und Heilung. Unsere Tragus-Piercings aus recyceltem 14k Gold sind hautfreundlich und eignen sich zum direkten Tragen in einem frischen Piercing.
Welcher Schmuck passt in ein Tragus-Piercing? Ring oder Stecker?
In ein Tragus-Piercing passt ein flacher Flatback-Stecker oder ein kleiner Ring, weil wenig Platz ist und eine flache Rückseite nicht in deinen Gehörgang drückt. Ein Stecker wirkt minimalistisch und dezent und ist ideal während der Heilung; ein Ring fällt mehr auf und wirkt edgier. Viele starten mit einem Stecker und wechseln nach der Heilung zu einem Ring.
Beliebt sind ein feiner Zirkonia- oder ein Stecker mit Lab-grown-Diamant in 14k Gold. Die komplette Auswahl findest du bei den Tragus-Piercings von Eline Rosina. Mehr Styling-Inspiration gibt es in Tragus- und Helix-Piercings stylen.
Anti-Tragus, Surface und Double Tragus: die Varianten
Neben dem klassischen Tragus gibt es ein paar Varianten. Der Anti-Tragus sitzt genau gegenüber dem Tragus, auf dem kleinen Knorpelhöcker über deinem Ohrläppchen. Ein Surface Tragus verläuft flach über die Haut vor dem Tragus, statt quer hindurch. Und beim Double Tragus werden zwei Löcher übereinander in denselben Lappen gestochen, sofern deine Anatomie Platz dafür bietet.
Welche Variante möglich ist, hängt von der Form deines Ohrs ab. Ein guter Piercer beurteilt das vorher. Willst du mehrere Piercings zu einem schönen Ear Stack kombinieren? Dann lass dich von the piercing edit inspirieren.
Häufige Fragen zum Tragus-Piercing
Was ist der Unterschied zwischen einem Tragus- und einem Anti-Tragus-Piercing?
Der Unterschied zwischen einem Tragus- und einem Anti-Tragus-Piercing liegt in der Stelle. Der Tragus sitzt im Knorpellappen vor deinem Gehörgang, der Anti-Tragus im Höcker genau gegenüber, knapp über deinem Ohrläppchen. Beide gehen durch Knorpel und heilen ungefähr gleich lang, aber der Anti-Tragus ist schwieriger zu stechen, weil der Höcker bei vielen Menschen klein ist. Ein guter Piercer beurteilt vorher, ob dein Ohr genug Platz dafür hat.
Kann sich jeder ein Tragus-Piercing stechen lassen?
Nicht jeder kann sich ein Tragus-Piercing stechen lassen, denn du brauchst einen ausreichend ausgeprägten Knorpellappen, damit der Schmuck gut sitzt. Ist dein Tragus sehr klein oder flach, rät ein erfahrener Piercer manchmal davon ab oder schlägt eine Alternative vor. Deshalb schaut sich ein professionelles Studio immer zuerst die Anatomie deines Ohrs an, bevor gestochen wird.
Welchen Schmuck trägst du am besten in einem frischen Tragus-Piercing?
In einem frischen Tragus-Piercing trägst du am besten einen flachen Flatback-Stecker, weil die glatte Rückseite nicht in deinen Gehörgang drückt und das Piercing in Ruhe heilen lässt. Ein kleiner Ring geht später, wenn alles verheilt ist. Wähle hautfreundliches Material: Die Tragus-Piercings von Eline Rosina sind aus recyceltem 14k Gold mit Lab-grown-Diamanten und eignen sich zum direkten Tragen.
Wie verhinderst du, dass sich ein Tragus-Piercing entzündet?
Eine Entzündung verhinderst du, indem du dein Tragus-Piercing zweimal täglich mit steriler Kochsalzlösung reinigst, es ansonsten nicht anfasst und während der Heilung nicht auf dieser Seite schläfst. Verwende keinen Alkohol, keine Seife und kein Desinfektionsmittel, denn die trocknen den Knorpel gerade aus. Die komplette Routine findest du in unserem Piercing-Aftercare-Guide.
Wann darfst du den Schmuck in deinem Tragus-Piercing wechseln?
Du darfst den Schmuck in deinem Tragus-Piercing wechseln, sobald es vollständig verheilt ist, meist nach drei bis sechs Monaten ohne Rötung, Flüssigkeit oder Empfindlichkeit. Wechselst du zu früh, riskierst du eine Reizung oder eine Beule. Unsicher, wann der richtige Moment ist? Dann lies wann ein Piercing verheilt ist, bevor du etwas veränderst.
Tut ein Tragus-Piercing mehr weh als ein Helix oder Daith?
Ein Tragus-Piercing tut mehr weh als ein Helix, aber weniger als ein Daith oder Conch. Beim Schmerz liegt der Tragus im Mittelfeld der Ohrpiercings: ein kurzer, heftiger Stich durch den Knorpel, gefolgt von ein paar Tagen Empfindlichkeit. Wie sich alle Ohrpiercings beim Schmerz zueinander verhalten, liest du in unserem Vergleich, welches Ohrpiercing am wenigsten wehtut.
Was kostet goldener Tragus-Piercing-Schmuck?
Goldener Tragus-Piercing-Schmuck kostet mehr als ein vergoldetes oder nickelhaltiges Exemplar, dafür bekommst du Qualität und Hautfreundlichkeit. Massives 14k Gold verfärbt sich nicht, löst kaum allergische Reaktionen aus und hält jahrelang. Die aktuellen Preise und Modelle findest du bei den Tragus-Piercings von Eline Rosina aus recyceltem 14k Gold.